Geschichte(n) der Großen Stadtschule

Die Geschichte:
Die Große Stadtschule wurde in den Räumlichkeiten des Johannesklosters im Februar 1580 mit dem Direktor Chytraeus und 8 Lehrkräften gegründet.
Gelehrt wurde auf Grundlage des Latein- und Theologieunterrichts.
1831 fielen die Räumlichkeiten der Großen Stadtschule ihrer Baufälligkeit zum Opfer und mussten abgerissen werden.
Ein neues modernes Schulgebäude wurde nach Entwürfen des Baumeister Litzing im Stil des Klassizismus nach Vorbild der Florentiner Renaissancearchitektur errichtet und 1864 fertig gestellt.
Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts zur Zeit des Neuhumanismus begann eine Epoche der Reformen im Bildungswesen norddeutscher Schulen, die sich an den realen Bedürfnissen der Zeit orientierten.
Bis zur Auflösung der Schule 1945 gab es von nun an verschiedene Varianten, das Gymnasium mit der Realschule zu kombinieren. Auf gemeinsamen Elementarklassen basierend wurde jedem Schüler die Möglichkeit gegeben neben den gemeinsamen Fächern seinen Bedürfnissen entsprechenden Unterricht zu belegen.
Die zwei Weltkriege veränderten das Rostocker Schulleben erheblich. Etwa 1000 Schüler und Lehrer der Großen Stadtschule kosteten sie das Leben. Zur Zeit des Ersten Weltkrieges ging der geregelte Unterricht weiter.
1923 wurden alle höheren Schulen verstaatlicht.
Seit 1924 wurde im Rahmen der preußischen Schulreform ein jährliches Schulgeld von 200 Reichsmark eingeführt. Für ärmere Schichten war dies kaum erschwinglich.
1937 wurden zur besseren Unterscheidung die Namen „Schule bei den sieben Linden" für das Realgymnasium und „Blücherschule" eingeführt.
Im Zweiten Weltkrieg war ein geregelter Unterricht kaum möglich, da Lehrer und Schüler in die Wehrmacht eingezogen wurden.
Während der DDR war die Stadtschule anfangs ein Gymnasium(letztes Abitur 1958) und dann die Polytechnische Oberschule „Clara Zetkin".
Mit der Wende 1989 änderte sich das Bildungswesen erneut und es bestand nach anfänglichen Widerständen die Möglichkeit zum Schuljahr 1991/92 wieder das Gymnasium "Große Stadtschule" einzurichten. Allerdings beherbergte die Schule zunächst eine Grundschule, die Volkshochschule und die 10. Klassen des Gymnasiums Große Stadtschule und war somit eine bundesweite Kuriosität. Erst 1997 erhielt das Gymnasium das Gebäude ganz. Wegen der sinkenden Schülerzahlen kam es 2005 zur Fusion mit dem Goethegymnasium.